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Ratgeber Brandschutz · Aktualisiert 2. September 2026

Welcher Feuerlöscher für Büro, Küche und Werkstatt?

Der falsche Löscher richtet mehr Schaden an als das Feuer. Dieser Ratgeber erklärt, welche Brandklasse wo auftritt und welches Löschmittel dazu passt.

Die Brandklassen in Kürze

Feuerlöscher sind nach den Brandklassen A bis F zugelassen. Auf jedem Gerät steht, welche Klassen es löscht.

  • A — feste Stoffe: Holz, Papier, Textilien, Kunststoff
  • B — flüssige Stoffe: Benzin, Öl, Lack, Lösungsmittel
  • C — Gase: Propan, Erdgas, Acetylen
  • D — Metalle: Magnesium, Aluminium, Lithium
  • F — Speiseöle und -fette in Fritteusen und Pfannen

Büro und Verwaltung

Brandlast sind Papier, Möbel, Elektronik. Gefragt ist ein Löscher der Klassen A und B, der keine Folgeschäden an Geräten und Akten verursacht.

  • Erste Wahl: Schaumlöscher oder Wassernebellöscher — löschen zuverlässig, hinterlassen kaum Rückstände
  • Für Serverraum und Technikraum: CO2-Löscher — rückstandsfrei, aber nur in belüfteten Räumen und nie als einziger Löscher im Gebäude
  • Nicht empfohlen: Pulverlöscher. Das Pulver dringt in jede Tastatur und jeden Aktenschrank, die Reinigung kostet oft mehr als der Brand

Küche und Gastronomie

Brennendes Fett darf nie mit Wasser gelöscht werden — es kommt zur Fettexplosion. Küchen brauchen einen Löscher der Klasse F.

  • Pflicht in jeder gewerblichen Küche: Fettbrandlöscher Klasse F, in Griffnähe der Fritteuse
  • Dazu eine Löschdecke für Pfannenbrände und brennende Kleidung
  • Hitzemelder statt Rauchmelder — sonst Fehlalarm bei jedem Braten

Werkstatt, Garage und Lager

Hier treffen mehrere Brandklassen zusammen: Holz und Verpackung, Öle und Lösungsmittel, oft auch Gasflaschen.

  • ABC-Pulverlöscher — universell, hohe Löschleistung, ideal wenn Rückstände zweitrangig sind
  • Bei Fahrzeugen zusätzlich eine Fahrzeug-Löschdecke — auch für Elektroautos
  • Lithium-Akkus von Werkzeugen gehören in einen FireSafe-Koffer, nicht ins Regal

Wie viele Löscher braucht es?

Die VKF-Brandschutzrichtlinie «Löscheinrichtungen» legt die Anzahl nach Fläche und Brandgefährdung fest. Als Faustregel: pro 200 m² ein Löscher mit mindestens 6 kg oder 6 Litern, maximal 40 Meter Laufweg bis zum nächsten Gerät, gut sichtbar und mit Brandschutzzeichen markiert.

Kurz zusammengefasst
  • Büro: Schaum oder Wassernebel
  • Serverraum: CO2
  • Küche: Fettbrandlöscher F plus Löschdecke
  • Werkstatt: ABC-Pulver, bei Fahrzeugen Löschdecke
  • Ein Löscher pro 200 m², maximal 40 m Laufweg

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Häufige Fragen

Ist ein Pulverlöscher schlechter als ein Schaumlöscher?

Nein, er hat sogar die höhere Löschleistung. Er hinterlässt aber eine feine Pulverschicht, die Elektronik und Einrichtung beschädigt. In Büros ist Schaum oder Wassernebel deshalb die bessere Wahl.

Kann ich einen Feuerlöscher selbst montieren?

Ja. Die Halterung gehört auf 80 bis 120 cm Griffhöhe an einen gut sichtbaren Ort in der Nähe von Ausgängen, markiert mit einem Brandschutzzeichen. Wir liefern mit Halterung und Zeichen.

Was kostet ein Feuerlöscher für den Betrieb?

Der Preis hängt von Löschmittel, Grösse und Stückzahl ab. Wir offerieren die passende Ausstattung nach einer kurzen Beschreibung des Betriebs.

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Quellen: VKF Brandschutzrichtlinie «Löscheinrichtungen»; SN EN 3-7; Herstellerangaben. Autor: 4 Hands GmbH, Feuerthalen.