Ein Haushalt ist gut ausgerüstet mit einem 6-Liter-Schaum- oder Wassernebellöscher für die Brandklassen A und B (idealerweise auch F), einer Löschdecke in der Küche und Rauchmeldern in Schlaf- und Wohnräumen sowie im Flur. Eine gesetzliche Pflicht besteht für Privathaushalte in der Schweiz nicht – die Ausrüstung kostet weniger als eine Haushaltversicherungsprämie.
Die meisten Brandtoten sterben nachts an Rauchgas, nicht an Flammen. Rauchmelder sind deshalb der wichtigste Teil der Ausrüstung: Sie wecken, bevor der Rauch gefährlich wird. Ein Melder gehört in jedes Schlafzimmer, ins Wohnzimmer und in den Flur, der als Fluchtweg dient. In der Küche und im Bad lösen Dampf und Kochdunst Fehlalarme aus – dort passt ein Hitzemelder.
Bewährt haben sich Geräte mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie, wie der Rauchmelder FireHawk oder der vernetzbare Pyrexx Rauch- und Hitzemelder, der alle Melder in der Wohnung gleichzeitig auslöst. Was Kantone und VKF vorschreiben, steht im Artikel Rauchmelder-Pflicht in der Schweiz.
| Schaumlöscher 6 l | Wassernebellöscher 6 l | Pulverlöscher 6 kg | |
|---|---|---|---|
| Brandklassen | A, B | A, B, F | A, B, C |
| Rückstände | Wenig, abwaschbar | Keine | Feiner Staub in der ganzen Wohnung |
| Elektrogeräte | Bis 1000 V | Bis 1000 V | Bis 1000 V, aber Staub zerstört Elektronik |
| Fettbrand | Nein | Ja (F-Rating) | Nein |
| Empfehlung | Gut | Sehr gut | Für Garage und Keller, nicht für Wohnräume |
Ein 6-Liter-Gerät ist für eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus die richtige Grösse: gross genug für einen Entstehungsbrand, leicht genug, dass jede erwachsene Person es bedienen kann. Der Wassernebellöscher deckt mit Klasse F auch die Küche ab; alternativ eignet sich ein Schaumlöscher. Für Garage und Heizraum darf es ein Pulverlöscher sein.
Für den brennenden Pfanneninhalt ist die Löschdecke das einfachste Mittel: Herd ausschalten, Decke über die Pfanne legen, abkühlen lassen. Sie hilft auch, wenn Kleidung brennt. Ihre Grenze: Grössere Ölmengen wie in einer Fritteuse kühlt sie nicht ab, das Fett kann sich wieder entzünden – dort braucht es einen Löscher der Klasse F. Die Decke hängt in ihrer Hülle in Griffweite des Herds, aber nicht direkt darüber.
Auch ein privater Feuerlöscher sollte alle 3 Jahre gewartet werden – Dichtungen altern, Treibgas entweicht. Kontrollieren Sie jährlich das Manometer und tauschen Sie Rauchmelder nach 10 Jahren aus. Einzelgeräte können Sie zur Wartung nach Feuerthalen bringen.
Für Privathaushalte in der Schweiz nicht. Vorgeschrieben sind Löscher in Mehrfamilienhäusern je nach Kanton nur in Allgemeinbereichen wie Tiefgaragen und Heizräumen – dafür ist die Verwaltung zuständig.
Schaum oder Wassernebel. Pulver löscht zwar gut, hinterlässt aber eine feine Staubschicht in der ganzen Wohnung, die Elektronik beschädigt und nur mit grossem Aufwand zu entfernen ist.
Im Flur oder beim Wohnungsausgang, gut sichtbar und in Griffhöhe – nicht im Abstellraum hinter dem Staubsauger. Von dort erreichen Sie Küche und Wohnräume, ohne durch den Brand zu müssen.
Quellen: BFB Empfehlungen für Haushalte; VKF Brandschutzrichtlinien; SN EN 14604 (Rauchwarnmelder). Autor: 4 Hands GmbH, Feuerthalen.