Brandklassen ordnen brennbare Stoffe nach ihrem Brandverhalten: A für feste Stoffe, B für Flüssigkeiten, C für Gase, D für Metalle und F für Speiseöle und -fette. Die Zahl vor dem Buchstaben – etwa 13A oder 40F – gibt die Grösse des Normbrandes an, den der Löscher im Prüfverfahren gelöscht hat. Je höher die Zahl, desto mehr Löschleistung.
| Klasse | Brennt | Beispiele | Geeignete Löschmittel |
|---|---|---|---|
| A | Feste, glutbildende Stoffe | Holz, Papier, Textilien, Kunststoffe | Wasser, Wassernebel, Schaum, ABC-Pulver |
| B | Flüssige oder flüssig werdende Stoffe | Benzin, Öl, Lacke, Wachs, viele Kunststoffe | Schaum, ABC-Pulver, CO2, Wassernebel (mit B-Rating) |
| C | Gase | Propan, Butan, Erdgas, Acetylen | ABC-Pulver – Gaszufuhr zuerst schliessen |
| D | Metalle | Magnesium, Aluminiumspäne, Lithium, Natrium | Metallbrandpulver, Sonderlöschmittel wie PyroBubbles |
| F | Speiseöle und -fette | Fritteuse, Pfanne, Fettabscheider | Fettbrandlöscher, Wassernebel mit F-Rating |
Die Piktogramme der Klassen stehen auf jedem Löscher. Ein Gerät darf nur für die Klassen eingesetzt werden, die auf der Etikette abgebildet sind. Das falsche Löschmittel kann den Brand verschlimmern: Wasser auf brennendem Fett führt zur Fettexplosion, Wasser auf Metallbränden setzt Wasserstoff frei.
Feuerlöscher werden nach der Norm EN 3 an standardisierten Testbränden geprüft. Das Ergebnis ist das Rating, zum Beispiel 21A 113B:
Ein 6-kg-Pulverlöscher erreicht typischerweise 34A 233B C, ein 6-Liter-Schaumlöscher 27A 183B, ein 5-kg-CO2-Löscher 89B. Die Ratings unserer Geräte finden Sie in den Tabellen auf den Produktseiten, etwa beim Pulverlöscher, Schaumlöscher oder CO2-Löscher.
Damit sich Löscher unterschiedlicher Klassen vergleichen lassen, rechnet man das Rating in Löscheinheiten (LE) um. Die Tabelle stammt aus der europäischen Norm EN 3 und wird in der Schweiz zur Bemessung der Grundausstattung eines Betriebs verwendet.
| LE | Brandklasse A | Brandklasse B |
|---|---|---|
| 1 | 5A | 21B |
| 2 | 8A | 34B |
| 3 | – | 55B |
| 4 | 13A | 70B |
| 5 | – | 89B |
| 6 | 21A | 113B |
| 9 | 27A | 144B |
| 10 | 34A | 183B |
| 12 | 43A | 233B |
| 15 | 55A | – |
Ein Betrieb mit 400 m² Bürofläche benötigt beispielsweise eine bestimmte Anzahl LE, die sich auf mehrere Geräte verteilen lässt – zwei 6-kg-Pulverlöscher mit je 10 LE decken 20 LE ab. Wie viele LE Ihr Betrieb braucht, klären wir bei der Brandschutzkontrolle oder im 60-Sekunden-Check.
Der Löscher hat im Prüfverfahren einen Normbrand aus einem Holzstapel von 1,3 m Länge gelöscht. Je höher die Zahl, desto grösser der Brand, den das Gerät bewältigt.
Nicht mehr. Die frühere Klasse E für elektrische Anlagen wurde gestrichen. Stattdessen steht auf dem Löscher, bis zu welcher Spannung er an elektrischen Anlagen eingesetzt werden darf, meist 1000 V bei 1 m Abstand.
Löscheinheiten (LE) rechnen das Rating in eine vergleichbare Zahl um, mit der sich der Löschmittelbedarf eines Betriebs berechnen lässt. Ein 13A-Löscher entspricht 4 LE, ein 43A-Löscher 12 LE.
Quellen: SN EN 2 (Brandklassen); SN EN 3-7 (Tragbare Feuerlöscher); VKF Brandschutzrichtlinie «Löscheinrichtungen». Autor: 4 Hands GmbH, Feuerthalen.