Kurz: Überall dort, wo Dampf, Staub oder Abgase normal sind, lösen Rauchmelder Fehlalarme aus. Dort gehört ein Hitzemelder hin: in Küche, Garage, Werkstatt, Heizraum und Waschküche. Er reagiert auf Temperatur statt auf Rauch, deshalb später, aber zuverlässig. In Schlafräumen und Fluren bleibt der Rauchmelder die richtige Wahl.
Hitzemelder messen die Temperatur an der Decke. Der Maximalmelder löst bei einer festen Temperatur aus, typischerweise um 58 Grad. Der Differentialmelder reagiert zusätzlich auf einen schnellen Temperaturanstieg, etwa mehr als 10 Grad pro Minute, und warnt dadurch früher. Die meisten Geräte kombinieren beide Prinzipien.
| Raum | Problem mit Rauchmelder | Empfehlung |
|---|---|---|
| Küche | Dampf, Bratdunst | Hitzemelder Differential |
| Garage | Abgase, Staub | Hitzemelder Maximal |
| Werkstatt | Schleifstaub, Späne | Hitzemelder Maximal |
| Heizraum | Staub, Wärme | Hitzemelder Maximal |
| Waschküche, Bad | Wasserdampf | Hitzemelder |
| Estrich | Staub, Insekten, Kälte | Hitzemelder |
Ein Schwelbrand im Schlafzimmer entwickelt viel giftigen Rauch, aber kaum Hitze. Bis ein Hitzemelder auslöst, kann die Rauchvergiftung bereits eingetreten sein. Deshalb ist der Hitzemelder kein Ersatz für Rauchmelder in Räumen, in denen geschlafen wird. Er ergänzt sie dort, wo Rauchmelder nicht funktionieren.
Ein bewährtes Konzept: Rauchmelder in allen Schlafräumen und Fluren, Hitzemelder in Küche, Garage und Heizraum, alle über Funk vernetzt. Für Betriebe gelten die gleichen Überlegungen; wo eine Brandmeldeanlage vorgeschrieben ist, legt die Fachplanung die Meldertypen fest.
Auch in Betrieben gibt es Räume, in denen Rauchmelder nicht funktionieren: Werkstätten, Lager mit Staplerverkehr, Waschräume, Küchen und Technikräume. Wo keine Brandmeldeanlage vorgeschrieben ist, sind vernetzte Hitzemelder dort eine einfache Lösung. In Anlagen nach EN 54 werden Wärmemelder in solchen Räumen ebenfalls eingesetzt; die Fachplanung legt dann Typ und Anordnung fest.
Die Testtaste prüft Elektronik, Batterie und Signalgeber. Einmal im Monat drücken, bei vernetzten Systemen prüfen, ob alle Melder mitalarmieren. Mit Feuerzeug oder Föhn sollte man den Sensor nicht testen; das kann ihn beschädigen oder einen unnötigen Alarm auslösen. Nach zehn Jahren oder wenn das Gerät eine Störung meldet, wird es ersetzt.
Wir klären es vor Ort. Im Kerngebiet ist die Erstbegehung kostenlos.
Nein. Er misst nur die Temperatur. Deshalb gibt er keine Fehlalarme bei Dampf, warnt aber später als ein Rauchmelder.
Ja, wenn beide vom gleichen System stammen. Dann lösen alle Melder gemeinsam aus.
Bei Maximalmeldern meist um 58 Grad, Differentialmelder reagieren schon bei schnellem Anstieg.
Ja. Wie bei Rauchmeldern gibt es Geräte mit fest verbauter Batterie für die ganze Lebensdauer.
Quellen: EN 54-5 (Wärmemelder); EN 14604 (Rauchwarnmelder); BFB Beratungsstelle für Brandverhütung. Autor: 4 Hands GmbH, Feuerthalen. Die Angaben ersetzen keine Auflage der zuständigen Behörde.