Kurz: Wassernebel für Küche, Büro und Räume mit Menschen (Klassen A, B, F, ohne Rückstände). Schaum für Lager und Gewerbe mit Flüssigkeiten (A, B). Pulver für Werkstatt, Fahrzeug und Aussenbereich (A, B, C, frostsicher). Der Unterschied liegt nicht in der Löschkraft, sondern in Rückständen, Brandklassen und Temperaturbereich.
| Wassernebel | Schaum | Pulver | |
|---|---|---|---|
| Brandklassen | A, B, F | A, B | A, B, C |
| Elektroanlagen | bis 1000 V, Abstand 1 m | bis 1000 V, Abstand 1 m | bis 1000 V, Abstand 1 m |
| Rückstände | keine | Schaumfilm, abwaschbar | feiner Staub im ganzen Raum |
| Frostsicher | nein (beheizte Räume) | Spezialversion bis -30 °C | ja, bis -30 °C |
| Chemie | reines Wasser | Schaummittel, fluorfrei erhältlich | Löschpulver (Salze) |
| Typische Grösse | 6 l / 9 l | 6 l / 9 l | 2, 6, 9 kg |
| Wartung | alle 3 Jahre | alle 3 Jahre | alle 3 Jahre |
Der Wassernebellöscher zerstäubt Wasser zu Tröpfchen, die an der Brandoberfläche sofort verdampfen. Der Dampf verdrängt Sauerstoff und kühlt. Weil kein Wasserstrahl ins Fett eindringt, ist er als einziger Wasserlöscher für Brandklasse F (Speiseöle und -fette) zugelassen.
Er hinterlässt nichts ausser Feuchtigkeit: kein Pulver auf Geräten, kein Schaum auf dem Boden. In Küche, Büro, Schule, Pflegeheim und Arztpraxis ist er deshalb die erste Wahl. Grenzen: nicht frostsicher, nicht für Gasbrände (Klasse C), bei grossen Flüssigkeitsbränden dem Schaum unterlegen.
Zum Wassernebellöscher →Schaum legt sich als Film auf brennende Flüssigkeiten und trennt sie vom Sauerstoff. Deshalb ist er bei Lösungsmitteln, Öl, Benzin und Lacken im Vorteil. Bei Feststoffen wirkt er wie Wasser: kühlend und durchnässend.
Der Schaumfilm lässt sich abwaschen, Möbel und Böden überstehen einen Einsatz meist ohne Schaden. Für Aussenbereiche gibt es frostsichere Varianten. Wer Umweltauflagen hat oder Löscher ersetzt, wählt heute fluorfreien Schaum ohne PFAS.
Zu den Schaumlöschern →Fluorfrei: GREEN E →Löschpulver unterbricht die chemische Reaktion der Flamme und wirkt dadurch bei Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen. Es ist frostsicher, günstig und hat die höchste Löschleistung pro Kilogramm. Deshalb hängt es in Werkstätten, Landwirtschaftsbetrieben, Heizräumen und Fahrzeugen.
Der Nachteil ist der Staub: Er verteilt sich im ganzen Raum, dringt in Elektronik ein und ist mühsam zu entfernen. In Büro, Küche, Wohnung und Serverraum ist Pulver deshalb die falsche Wahl, auch wenn es löscht.
Zu den Pulverlöschern →Wie viele Löscher ein Betrieb braucht, richtet sich nach Fläche und Brandgefährdung in Löscheinheiten (LE). Bei der Brandschutzberatung berechnen wir den Bedarf und legen die Standorte fest.
Brandklassen A, B, F ohne Chemie und Rückstände.
Fluorfrei und lösungsmittelfrei, volle Löschleistung.
Frostsicher für Werkstatt, Fahrzeug und Aussenbereich.
Was 13A, 89B und 40F bedeuten.
Fettbrand, Klasse F, Löschdecke.
Die Schweizer Anerkennung für Feuerlöscher.
Alle 3 Jahre, wir kommen zu Ihnen.
In beheizten Innenräumen ja, sofern keine Gasbrände (Klasse C) möglich sind. Achten Sie darauf, dass die Löscheinheiten gleich bleiben; ein 6-Liter-Wassernebellöscher ersetzt in der Regel einen 6-kg-Pulverlöscher gleicher Löscheinheit.
Alle drei sind bis 1000 V mit 1 m Abstand zugelassen. Rückstandsfrei sind nur Wassernebel und CO2. Für Server und empfindliche Elektronik empfehlen wir CO2, für Büros mit Geräten Wassernebel.
Das Rating nach EN 3: 13A ist die Grösse des Holzstapels, 89B die Menge Flüssigkeit in Litern, 40F die Menge Speiseöl, die der Löscher im Normbrand löscht. Je höher, desto mehr Löscheinheiten. Details im Ratgeber Brandklassen.
Ja. Fluorfreie Schaumlöscher wie GREEN E erreichen die gleichen Ratings nach EN 3 und sind VKF-anerkannt. Die PFAS-Regulierung wird fluorhaltige Schäume schrittweise verdrängen.
Quellen: VKF Brandschutzrichtlinie «Löscheinrichtungen»; SN EN 3-7 (Tragbare Feuerlöscher); Herstellerangaben Jockel, GREEN E. Autor: 4 Hands GmbH, Feuerthalen.